Donnerstag, 28. Januar 2016

Hurra, wir haben das Gütesiegel zum zweiten Mal!

Foto: Helge Krückeberg
Das Museumsdorf Hösseringen ist zum zweiten Mal mit dem Museumsgütesiegel des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen e.V. und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung nahmen am Mittwoch in Hannover Staatsekretärin Andrea Hoops vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, Dr. Sabine Schormann, 

sowie die 1. Stellvertretende Vorsitzende des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen, Dr. Frauke von der Haar, vor. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagte der Hösseringer Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm. „Sie ist wichtig für unsere interne Standortbestimmung, als Nachweis, was wir geleistet haben und welche Aufgaben noch vor uns liegen. Ebenso von Bedeutung ist die Botschaft nach außen, als Zeugnis, dass unser Haus die bundesweit gültigen Standards für Museen erfüllt. Dies ist im Rahmen der Beantragung von Fördergeldern ein wesentlicher Aspekt.“

Einige Wege im Freigelände werden verbessert.

Für den Vorsitzenden des Museumsvereins Hösseringen, Jörg Hillmer, ist die Auszeichnung eine Würdigung für die gute Arbeit der Museumsmitarbeiter und der ehrenamtlichen Kräfte. „Wir freuen uns mit allen Mitarbeitern und Unterstützern über diese Anerkennung. Jeder einzelne hat sie verdient“, so Hillmer.

Die Arbeit der teilnehmenden Museen wird im Zertifizierungsverfahren umfangreich analysiert. Auf dieser Grundlage werden Konzepte für die Verbesserung entwickelt. Darüber hinaus kommen die Museen sowohl in den Genuss von Schulungen als auch einer Selbst- und Fremdevaluation. Die Bewerber müssen nachweisen, dass sie die Standards für Museen erfüllen, die im Jahr 2006 vom Deutschen Museumsbund/ICOM Deutschland publiziert wurden. Zu den Anforderungen gehören unter anderem ein Leitbild, ein Museumskonzept, ein Sammlungskonzept und ein Vermittlungskonzept. Eine unabhängige Kommission aus sieben externen Expertinnen und Experten prüft die eingereichten Unterlagen und beschließt die Verleihung des Museumsgütesiegels.
Für Hösseringen hob die Kommission die Fortschreibung des Sammlungskonzeptes in die Zeit nach 1945, das neue Eingangsgebäude mit pädagogischem Aktionsraum, den guten Stand der Sammlungsdokumentation und die gute Forschung mit externen Partnern sowie das ansprechende Veranstaltungsprogramm als besonders positiv hervor. Als Aufgabe gab sie dem Museum den weiteren Ausbau der Personalstruktur vor. Darüber hinaus soll die Wegeführung im Museumsgelände verbessert werden - eine Maßnahme, die bereits im Vorjahr begonnen wurde und 2016 weitergeführt wird. Außerdem regten die Kommissionsmitglieder die Verbesserung der Erreichbarkeit des Museumsdorfes an. Hier soll die Zusammenarbeit mit den Gebietskörperschaften gesucht werden.

Neben Hösseringen wurden im neunten Jahrgang der Qualifizierung sechzehn weitere Museen ausgezeichnet, darunter das Dommuseum Hildesheim und das Museum Lüneburg. „Ich freue mich, dass neben überregional bekannten Häusern mit großen Sammlungen auch kleinere Museen mit spezialisierten oder vor allem regional bedeutsamen Sammlungen ausgezeichnet wurden. Dies zeigt sehr eindrucksvoll, dass wir in Niedersachsen eine vielfältige und herausragende Museumslandschaft haben“, sagte Staatssekretärin Andrea Hoops anlässlich des Festaktes. Seit Beginn der Initiative im Jahr 2006 konnten 101 Museumsgütesiegel verliehen werden. Das Siegel wird für sieben Jahre vergeben, danach müssen Museen sich um eine Erneuerung bemühen. Hösseringen hat es in beiden Verfahren im ersten Anlauf geschafft. Zwölf Museen gelang es 2015, sich erneut zu qualifizieren, fünf Museen wurden erstmalig ausgezeichnet.

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