Dienstag, 28. Juli 2015

40 Jahre Museumsdorf Hösseringen

Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm
Rückschau und Ausblick und eine fröhliche Geburtstagsfeier rund um den Brümmerhof

"Auch nach 40 Jahren ist der Ausbau des Museumsdorfes nicht beendet, zahlreiche Projekte warten auf ihre Umsetzung", machte Dr. Ulrich Brohm die vielen Gäste, die zum 40. Geburtstag des Museumsdorfes gekommen waren, neugierig. In seinem Ausblick skizzierte der Leiter des Museumsdorfes,  dass nicht nur eine Reihe von Gebäuden wie etwa ein Landarbeiterhaus aus Dreilungen und eine
Dr. Heinz Schirnig
Flüchtlingsbaracke auf ihre Umsetzung und den Wiederaufbau im Museumsdorf warten, sondern auch an den Dauerausstellungen gearbeitet werden soll. Neben den internen Vorhaben wie der Verbesserung der Unterbringung der umfangreichen Sammlung hat sich das Museumsteam vorgenommen, durch neue Angebote weitere Zielgruppen zu erschließen. "Hierzu wäre ein aussagekräftiges Marketingkonzept wünschenswert", machte Dr. Brohm deutlich. Auch an der Erreichbarkeit und der Infrastruktur müsse gearbeitet werden.

Landrat Dr. Heiko Blume
Dank sprach er dem Landkreis Uelzen aus, der das Museum von Beginn an unterstützt hat und die Voraussetzungen für die Entwicklung des Museumsdorfes zu einem überregional anerkannten Kulturstandort ermöglicht hat. Hinzu kommt das große Engagement ehrenamtlicher Helfer und der Mitglieder des Museumsvereins, die die gesellschaftliche Basis und Verankerung des Museums in der Region ausmachen.

Den Bogen zurück zu den Anfängen schlug Dr. Heinz Schirnig, der das Museumsdorf in den ersten Jahren zwei Jahre lang leitete und ihm und der Region immer verbunden geblieben ist. "Es gab manch Zweifler. Einige hielten die Gründung des Museums für mutig, die Pessimisten hielten den Plan für verrückt", erinnerte er an die frühen Tage. Zweifel galten insbesondere dem Standort mitten im historischen Schootenwald, der zwar außerordentlich schön, aber eben auch nicht einfach erreichbar ist. 

Der Vorsitzende des Museumsvereins, Jörg Hillmer.
Dr. Schirnig nutzte die Gelegenheit auch, um den vielen Weggefährten zu danken, die den Werdegang des Museumsdorfes erst ermöglicht haben. 
Der Vorsitzende des Museumsvereins, Jörg Hillmer, freute sich besonders, einige der Gründungsmitglieder vom 13. März 1975 persönlich begrüßen zu können. Damals waren es 91 Mitstreiter, heute hat der Museumsverein mehr als 500 Mitglieder. 
Dass das Museum auf die weitere Unterstützung seitens des Landkreises bauen darf, sicherte der Landrat des Landkreises
Uelzen, Dr. Heiko Blume, zu. "Es wird uns gelingen, den guten Ruf des Museums weiter zu entwickeln. Wo sonst, wenn nicht hier im agrarisch geprägten Landkreis Uelzen kann dieses Landwirtschaftsmuseum stehen", sagte er. 
Grüße aus der Gemeinde und Samtgemeinde überbrachte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff, der den Vorschlag unterbreitete, zu besonderen Gelegenheiten Mitgliedschaften im Museumsverein zu verschenken. Auch die Gemeinde sei dem Museum sehr verbunden. "Wir nutzen jede Gelegenheit, um für das Museum Werbung zu machen", sagte der Bürgermeister. 
Bei Erbsensuppe und Kaffee und Kuchen war nach dem offiziellen Teil ein anregendes und fröhliches Miteinander rund um den Brümmerhof angesagt. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Duo "Kandidel" mit plattdeutschen Liedern. 

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