Montag, 26. Mai 2014

Wenn die Feuerwehr zum Eimer greift

Wenn früher ein Feuer ausbrach, dann konnte das zum Verhängnis für eine Siedlung oder sogar eine ganze Stadt werden. Denn das Feuer griff von einem Haus auf das nächste über und gut organisierte Feuerwehren wie heute gab es nicht. Gerade in den alten Bauernhäusern war die Gefahr eines Brandes besonders hoch, denn diese hatten über Jahrhunderte offene Feuerstellen und im Hause, in dem die Menschen mit ihren Tieren unter einem Dach lebten, lagerte jede Menge gut brennbares Material, besonders Heu und Stroh.
Unter der Decke im Rauch hingen die Würste und Schinken, die auf diese Weise konserviert wurden. Eine Speckseite, die Feuer gefangen hatte, konnte wie ein Geschoss sehr weit fliegen und weitere Gebäude entzünden.
Deshalb gehörte es schon im Mittelalter zu den Aufgaben von Stadträten oder anderen Amtspersonen, vorsorgende Maßnahmen wegen der dauernd latent vorhandenen Gefahr von Bränden zu ergreifen. Die älteste Nachricht aus Uelzen stammt aus dem Jahr 1578. Damals „ließ der Raht lederne Eymer und Feuer=Leitern verfertigen, wozu einige 40 Marck verwandt wurden.“

Solche Eimer waren in allen Haushalten vorhanden und wurden dicht bei der Feuerstelle griffbereit aufbewahrt. Wie dieser hier, der von Familie Sorge aus Böddenstedt stammt.

Die Glut in der Feuerstelle wurde nachts von der Gluthaube oder Feuerstülpe abgedeckt, denn die Hauskatzen legten sich gerne an die warme Feuerstelle. Es kam nicht selten vor, dass eine Katze in Brand geriet, panisch davonlief und dabei das ganze Haus in Brand setzte. 

Auf dem Bild in der Mitte ist eine alte Feuerspritze zu sehen. 

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